Vom 13. bis 25. April 2026 war im Monopol Berlin eine aussergewöhnliche Begegnung zwischen östlicher Philosophie und moderner Lasertechnik zu erleben: «Like Dew and Like Lightning» – die erste internationale Einzelausstellung des taiwanesischen Lichtkünstlers Aka Chang.
Die Ausstellung umfasste drei grossformatige, raumspezifische Laserinstallationen, die lichtempfindliche Materialien, einen Wasserscreen und kinetische Motoren miteinander verbanden. Gemeinsam übersetzten sie die einzigartige künstlerische Erzählung und die östliche Philosophie des Künstlers in den Kontext des modernen technologischen Zeitalters – und luden das Publikum ein, das «Sein» und das Wesen immersiver Erfahrung in unserer Zeit neu zu befragen.
Das Herzstück der Ausstellung, «Like Dew and Like Lightning», wurde ursprünglich für die Theaterbühne entwickelt und für Berlin in eine immersive Installation transformiert. Ein Wasservorhang diente als Projektionsfläche für das Laserlicht, inspiriert von einem Vers des buddhistischen Diamant-Sutras:
«Alle bedingten Phänomene sind wie Träume, Illusionen, Blasen, Schatten; wie Tau und Blitz. Man sollte sie auf diese Weise betrachten.»
Wassernebel wurde zu Tau, Laserlicht zu Blitz – und gemeinsam schufen sie ein flüchtiges Spektakel, das die Vergänglichkeit aller Erscheinungen spürbar machte. Während Immersion oft auf Selbstvergessenheit abzielt, lädt das buddhistische Konzept des «Nicht-Selbst» dazu ein, einen Schritt zurückzutreten und klares Gewahrsein zu bewahren. Für den Künstler sind diese beiden Zustände wie zwei Seiten derselben Münze, die ineinander übergehen.
Die zweite Installation, «RING: Kosmologia», leitet ihren Titel vom griechischen Begriff YU für die Erforschung des Kosmos ab und verbindet im Chinesischen die Bedeutungsebenen für den umgebenden Raum mit Zhou dem für den kontinuierlichen Fluss der Zeit. Das Werk lud das Publikum ein, in einem immersiven Moment ins eigene Bewusstsein zurückzukehren und eine Epiphanie des «Jetzt» zu erleben.
Die dritte Installation, «Being Somewhere Sometime», markierte eine neue Erkundung der bodennahen Vertikalprojektion und lud das Publikum ein, in eine grossformatige Landschaft aus Licht und Zeit einzutauchen.
Für die Realisierung der aussergewöhnlichen Installationen „Like Dew and Like Lightning“ und „RING: Kosmologia“ kamen zwei PHAENON accurate 10 Laserprojektoren von LaserAnimation Sollinger zum Einsatz, die mit ihrer Präzision die poetische Vision des Künstlers technisch möglich machten.
Wir danken Aka Chang herzlich für das Vertrauen in unsere Technik und die inspirierende Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt auch Mulinarius für die beeindruckenden Bilder.
Credits
Künstler: Aka Chang
Like Dew and Like Lightning:
Performer: Hsieh Hsiao-Ting & Hsieh Hsiao-We; Sound: Mei-Fang Liau;
Technical Support: Michael Sollinger
RING: Kosmologia:
Performer: TY Chen; Sound: Han Cheng Yeh; Technical Artist: Dan Molnar
Being Somewhere Sometime:
Performer: TY Chen; Sound: Han Cheng Yeh;
Technical Support: Amin Shahsavar
Produktion: KC Chen; Executive Producer: Wang Chun Chi; Kurator: Jose Alarcon
Lasertechnik: LaserAnimation Sollinger
Videografie / Fotografie: Mulinarius
Förderer: National Culture and Arts Foundation, Monopol Berlin, LaserAnimation Sollinger
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